Teures Wohnen an der Küste

Die Immobilie: An der Küste am teuersten

Schon seit einigen Jahren scheinen die Immobilienpreise für Wohnfläche in Deutschland unaufhaltsam zu steigen. Ob dieser Trend für Großstädte und benachbarte Regionen anhalten wird, darüber sind sich Immobilienexperten nicht immer einig. Was allerdings Ferienimmobilien und Grundstücke an der Küste angeht, sind diese im bundesweiten Vergleich nicht nur am teuersten, sondern sollen nach Expertenmeinung in den nächsten Jahren weiter im Wert steigen. Davon profitiert auch das küstennahe Umland.

Immobilienpreise allgemein hoch

Die Immobilienmakler in der Bundesrepublik Deutschland gehen davon aus, dass die Wertsteigerungen im Immobiliensektor insbesondere auf die gute Konjunktur und das niedrige Zinsniveau zurückzuführen sind. Im Jahr 2017 haben entsprechende Immobilienkäufer 25 % mehr für Wohnimmobilien ausgegeben als noch 2 Jahre zuvor. Bereits 2016 betrug der Preis pro Quadratmeter Wohnfläche im Durchschnitt 1545 Euro. Dabei sagt dieser Durchschnittspreis noch nichts darüber aus, wie schwankend Immobilienpreise sich regional tatsächlich verhalten. Die jeweiligen Endpunkte des Quadratmeterpreises liegen beispielsweise unter anderem zwischen 380 Euro im Kyffhäuserkreis in Thüringen und 8500 Euro in München. Der Großstadtpreis in München wird noch von einer weiteren Region getoppt: Im Mittel bezahlt man auf der Nordseeinsel Sylt 9865 Euro pro Quadratmeter. Wer an der Küste wohnt, wohnt also teuer.

Immobilien an der Küste sehr begehrt

An der deutschen Nord- und Ostseeküste wohnt man selten unter 1500 Euro pro Quadratmeter. Immobilienexperten stellen einen regelrechten Trend fest, wenn es darum geht, dort zu wohnen, wo andere Ferien machen. Der preisliche Spitzenreiter Sylt erreicht in Kampen 21.529 Euro pro Quadratmeter. Spitzenwerte werden auch für List und und Wennigstedt mit rund 9000-9500 Euro pro Quadratmeter erreicht. Selbst im weniger mondänen Sankt-Peter-Ording konnten Preissteigerungen von über 90 % festgestellt werden. Im Mittel bezahlt man dort jetzt über 4000 Euro pro Quadratmeter. Ähnliche Preise werden an der deutschen Ostsee am Timmendorfer Strand und im Bereich der Lübecker Bucht erzielt. Immobilienmakler und Verkäufer einer Immobilie können sich auch im kommenden Jahr auf einen steigenden Wert von küstennahen Immobilien freuen. Von der Immobilien-Hausse in Gewässernähe dürfte ebenso die Baubranche im küstennahen Umland etwas haben: Die Nachfrage nach Ferienimmobilien soll in 2018 sowie in weiteren Folgejahren anhalten und dürfte das gesamte Bau-und Immobiliengeschäft vor allem in Schlweswig Holstein beflügeln. Wer jetzt auf der Suche nach Haus oder Wohnung am Meer ist, sollte nicht weiter zuwarten, da die Preise voraussichtlich weiter steigen.