Lage, Lage Lage lautete früher der Rat an Immobilienkäufer, wenn es um die langfristige Sicherheit der Investition ging.

Heute lohnt sich der Kauf von Haus oder Wohnung trotz steigender Immobilienpreise oft allein schon wegen der günstigen Finanzierung. Denn Kredite gibt es zu so niedrigen Zinsen wie nie und dieser Effekt wiegt den Preisanstieg oft mehr als auf. In begehrten Vierteln vieler Großstädte, in den Gebieten also, die das alte Lage-Kriterium erfüllen, rechnet sich ein Kauf jedoch häufig weder für Selbstnutzer noch für Vermieter, weil die Angebote sehr teuer sind. Zu diesem Ergebnis kommt Finanztest und nennt die Preise und Mieten von Wohnungen in 50 Städten und Kreisen.

Veröffentlicht ist die Untersuchung auf www. test.de/immobilienpreise. Das Lage-Kriterium hat sich demnach verschoben. Wer bei der Suche flexibel ist und eine gute statt eine sehr gute Lage wählt, kann in Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Kiel, Leipzig oder Osnabrück viel Geld sparen. In Hamburg zahlt
man 30 bis 50 Prozent weniger, wenn die Lage gut statt sehr gut ist. In Bremen sind es 39 Prozent, in Düsseldorf gut 30 Prozent, wenn es keine Toplage sein muss. Berlin liegt beim Preisanstieg vorne: Die Preise für Wohnungen und Häuser sind nirgends so stark gestiegen wie in der Hauptstadt. Eine Wohnung in sehr guter Lage und Ausstattung ist innerhalb von vier Jahren (2011 bis 2015) um über 44 Prozent teurer geworden.

Mieten statt kaufen kann hier attraktiver sein. Sehr hoch sind die Preise auch in München. Für einen Quadratmeter einer Eigentumswohnung in sehr guter Lage und mit sehr guter Ausstattung waren erstmals im Schnitt mehr als 8.000 Euro zu zahlen. Insider rechnen damit, dass sich die Käufergunst auf die bisherigen Nebenschauplätze verlagern wird.
Dieser Text wurde uns freundlicherweise über Frau Astrid Grabener, Kiel, 2016 zur Verfügung gestellt.


 

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